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Bei einem V-förmigen Verlauf der Krise mit relativ rascher Erholung der Wirtschaft, dürfte sich der Immobilienmarkt dabei sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz als ausserordentlich robust erweisen. Bereits in kurzer Zeit könnten sowohl Transaktionszahlen als auch Preise wieder annähernd auf Vorkrisenniveau kommen. Die positiven Effekte für den Immobilienmarkt dürften sich aufgrund des international hoch angesehen Krisenmanagements in der D-A-CH Region noch erheblich verstärken. Eine merkliche, Corona-bedingte Zuwanderung in die Länder des Alpenraums, sowohl von Privatpersonen als auch Unternehmen, gilt unter Experten als sehr wahrscheinlich, was die erwartete Nachfrageerholung weiter unterstützen dürfte. Eine sich mehr und mehr ins Bewusstsein drängende Safe-Harbor-Mentalität, wird Sicherheit (sowohl vor den Krisenverursachern- und Krisenauswirkungen selbst, als auch vor Sekundärfolgen wie totalitären Übergriffen von Regierungen unter dem Deckmantel einer Krise) in Zeiten extremer Unsicherheiten zum zentralen Kriterium von privaten und unternehmerischen Standortentscheidungen machen. Dies wird vor allem dem Immobilienmarkt, aber auch dem Arbeitsmarkt in Zentraleuropa zugutekommen.

Bei einem anderen Verlauf der wirtschaftlichen Erholung dürften sich diese Effekte lediglich verzögern und dann umso stärker auswirken. Bei Anlegern die im Zuge des Immobilienhypes der letzten Jahre grosse Teile Ihrer Liquidität in Immobilien gebunden haben, sehen wir allerdings im Moment eine gewisse Tendenz, diese nun abzustossen. Derartige Dynamiken sind aber normal und eher im fehlenden Weitblick der Inverstoren begründet als im Immobilienmarkt selbst. Für professionell agierende Anleger mit entsprechend langfrisitgem Fokus gilt es, den preislichen Boden abzuwarten, sofern sich ein solche Bewegung überhaupt ergibt, und dann durch gezielte Neuinvestitionen das Gesamtportfolio durch günstigere Nachkäufe zu optimieren.

Bei privaten Haus- und Wohnungskäufern gilt derzeit eine «Abwartestellung» als opportun. Zum einen, um allenfalls an günstigere Objekte zu kommen als dies derzeit in guten Lagen möglich ist, zum anderen, um die zukünftige, allgemeine und persönliche Situation besser einschätzen zu können. Dies bedeutet für Verkäufer, Geduld zu haben, da derzeit Kaufwillige rar sind und sich auch durch tiefere Preise nur unbedeutend mehr Transaktionen erzielen lassen. Wenig Kaufdruck bauen auch die Aussichten auf dem Hypothekarmarkt auf. Es wird mittelfristig weiterhin mit einem Zinsniveau auf Vorkrisenlevel gerechnet. Dies darf angesichts der gewaltigen Masse an Geld, die derzeit in alle Märkte gepumpt wird, als realistisch angesehen werden.

Somit kann man Zusammenfassen, dass die Immobilienmärkte derzeit Luft holen und nicht die Luft anhalten. Nervosität oder gar Panik ist aktuell (noch) keine zu verspüren. Selbst im schlimmsten Fall eines L-förmigen Verlaufs der folgenden wirtschaftlichen Krise mit langanhaltender Rezession wird der Immobilienmarkt aufgrund der obigen Argumente ganz vorne mit dabei sein, wenn es wieder aufwärts geht. Jedoch ist eine umfangreichere Marktbereinigung in dem Fall unumgänglich, vor allem im Bereich der Realisierer, Generalunternehmen und des bauausführenden Gewerbes, denn für eine gewisse Zeit, ist dann ein deutlich tieferes Niveau der Bautätigkeit unumgänglich, so dass sich deutliche Überkapazitäten, die in den vergangenen prosperierenden Jahren aufgebaut wurden, neu nivellieren werden.

Noch ist es aber nicht so weit und die in Aussicht gestellten Konjunkturprogramme der Regierungen haben das Potential, einen U-förmigen Verlauf einer möglichen Wirtschaftskrise zu ermöglichen.

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